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Florian

Sophia Kühn

Sophia Kühn

Das Malen ist mein Fluchtort vom Alltag,

ich bin Mutter, Ehefrau und schon eine Ewigkeit in der digitalen Welt selbständig.

Ich wurde in Pyskowice / Polen geboren. Ich lebe seit 1987 in Deutschland und habe Wirtschaftswissenschaften in Bochum und Dortmund studiert. Seit 2001 bin ich selbständig in der IT, Webdesign und im Bereich des Online Marketing tätig. Seit 2018 Dozentin in der Integrationsarbeit (IT, Kunst) und freiberufliche Künstlerin. Das Malen ist mein Fluchtort vom Alltag, ich bin Mutter, Ehefrau und schon eine Ewigkeit in der digitalen Welt selbständig. Meine Liebe gilt der Schönheit der Küstenumgebung und der Berge. Während des Malens, fühlt es sich an, als würde die Zeit nicht existieren, als wäre ich in einer anderen Dimension.

Meine Liebe gilt der Schönheit der Küstenumgebung und der Berge. Während des Malens, fühlt es sich an, als würde die Zeit nicht existieren, als wäre ich in einer anderen Dimension.
Die Entstehung der Werke: Meistens sind es Eindrücke von meinen Frankreichaufenthalten, die ich fotografisch oder in Kopf festhalte. Irgendwann fange ich an zu malen, mal realistischer, mal abstrakter.
Wenn das Kunstwerk gemalt ist oder auch während des Prozesses, fotografiere ich es. Oft wird dann das jeweilige Kunstwerk digital weiterbearbeitet, so dass wieder ein Neues entsteht. Viele der Bilder werden digital in der Blockchain signiert und als NFTs angeboten.

Definitiv der Entschluss mich auch als Künstlerin selbstständig zu machen!

Obwohl ich Autodidaktin bin und schon etwas älter. Mittlerweile werden meine Bilder u.a. in Frankreich und Japan angeboten. Im NFT Bereich tut sich auch einiges.

Das Leben hier hat mich geprägt.

Das Ruhrgebiet selbst ist weniger ein Teil meiner Arbeiten, aber das Leben hier hat mich geprägt, seit über 20 Jahren lebe und arbeite ich hier. Es sind nicht immer nur gute Zeiten, aber das gehört definitiv zum Leben dazu.

Entweder mit Freunden und Familie am liebsten beim Essen im Restaurant, im Garten oder im Atelier beim malen. Oft muss ich aber auch am Wochenende arbeiten.

Das Ruhrgebiet ist für mich eine große Vielfalt der Nationalitäten, ein ständiger Austausch, sich immer mal auf etwas Neues einzustellen, ob andere Religionen, Mentalitäten aber auch das Essen und der Humor. Und die Erkenntnis, die Menschen sind sich am Ende doch sehr ähnlich.

Sophia Kühn

Malerin, Digital Art Creator und Online Marketing Managerin, Mama und Ehefrau.

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Für mehr Kreative Köpfe,

aus dem Ruhrgebiet!

Oliver Hitzegrad

Oliver Hitzegrad

Flüchtige Bilder und Situationen, mal schön, mal schäbig.

Vor allem das Ruhrgebiet - meine Heimat - bietet unendlich viele solcher Bilder.

Am 6.10.1973 in Dortmund geboren, beschäftigt mich die Fotografie bereits seit meinem 14. Lebensjahr. 36 Aufnahmen passten damals auf einen Kleinbildfilm – so habe ich mir schon sehr früh Gedanken darüber gemacht, was ich wie fotografiere.

Die Wahl des Bildausschnittes, Belichtung, Tiefenschärfe und Verschlusszeit - jeder Fehler wurde mit einem missglückten Fotoabzug bestraft. Irgendwie habe ich dieses Verhalten auch im digitalen Zeitalter beibehalten.
Beruflich bin ich in Vertrieb und Beratung eines großen Druck- und Medienhauses in Essen aktiv. Das Thema „Bild“ ist seit meinen Kindheitstagen – damals noch im Familienbetrieb - präsent. Gelernt habe das Handwerk „Drucken“ von „der Pike auf“. Besonders fasziniert immer noch, am Ende eines Projektes ein fertiges Produkt in den Händen zu halten. Auch wenn es vielleicht altmodisch klingt: Ein gedrucktes Bild fasziniert um Längen mehr, als ein „flüchtiges“ Bild in irgendeinem Insta-Stream oder auf einer Website.
Die tägliche Begegnung mit Bildern des Alltags fasziniert mich zunehmend, sei es im beruflichen Alltag oder beim Wochenendausflug. Flüchtige Bilder und Situationen, mal schön, mal schäbig. Vor allem das Ruhrgebiet - meine Heimat - bietet unendlich viele solcher Bilder. Die Bilder, die ich nicht vergessen mag und mit meinen Fotografien festhalten möchte – „Thinking in Pictures “ ist mein Motto.

„Thinking in
Pictures “

ist mein Motto.

Eine Solo-Ausstellung im Theater Fletch-Bizzel

Eine Solo-Ausstellung im Theater Fletch-Bizzel 2020 mit 36 ausgestellten Fotografien und die Herausgabe meines jährlichen Bildkalenders.
Besonders stolz macht mich, dass meine beiden Töchter die Leidenschaft zur Fotografie für sich entdeckt haben. So darf die Kamera bei keinem unserer Ausflüge fehlen.

Na, zuerst mal, weil ich hier lebe und Fotografie Teil meines Alltags ist.

So komme ich um das Ruhrgebiet gar nicht herum. Zum Glück! Denn ich kenne keine Region, die so vielfältig ist, wie das Revier. Egal ob Natur, Industrie, Kultur, Städte oder Menschen. Harmonien und Gegensätze an allen Ecken und Enden. Überall „offenes Visier“ und „direkt auf die Zwölf“. Das gibt es nirgendwo anders.
Meine Freundin hat mir vor allem in den letzten beiden Jahren nochmal das Ruhrgebiet von einer ganz anderen Seite gezeigt. Sie kennt und zeigt mir Orte, von denen ich vorher noch nicht einmal gehört habe. Sie hat meiner fotografischen Arbeit richtig Auftrieb gegeben. So ziehen wir mit unseren Kameras auch gern gemeinsam „durch den Pott“!

Ganz ehrlich? Nach einer anstrengenden Woche meistens auf der Couch! Es sei denn, mein rechter Zeigefinger kribbelt. Dann geht es mit der Kamera raus…

Vor allem der Wandel, ohne seine Wurzeln vergessen zu haben. Ich liebe Stätten der Industriekultur. Zollverein, Phoenix-West, Landschaftspark Duisburg, die Halden der Region. Wenn man dort ist, spürt man, wie die Region groß geworden ist. Die Vielfalt der Region und ihrer Menschen ist unser Potential, was wir hier nutzen und leben.

Oliver Hitzegrad

„Es gibt nur eine Regel in der Fotografie:
Entwickle niemals einen Film in Hühnchensuppe“
Freeman Patterson

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Für mehr Kreative Köpfe,

aus dem Ruhrgebiet!

Florian Kolominski

© Alexandre Kurek

Florian Kolominski

Das Ruhrgebiet ist Heimat und Leben. Mit guten Leuten in einer Region.

Der Urbane Raum hat mich schon immer fasziniert und beeinflusst.

1984 wurde ich in Dortmund geboren. Meine Mutter leitete einen Kindergarten. Sie ist sehr kreativ und ist Profi in ihrem Job und ich saß da quasi an der Quelle die ein Kind braucht um sich gestalterisch entfalten zu können. Ich glaube das ich durch diesen Umstand, quasi indirekt, schon immer in ihre kreativen Ansätze mit einbezogen wurde und meine eigene Kreativität und Passion zur Gestaltung mit gefördert wurde.  Den größten Anteil meiner Erziehung habe ich aber durch meine Großeltern Väterlicher und Mütterlicherseits erfahren dürfen. Gewohnt habe ich  bislang in Herne, Dortmund und jetzt aktuell in Bochum.

Nach meinem Realschulabschluss machte ich meinen Zivildienst im Röntgenblatt Archiv des Marien Hospitals Herne. Dem folgte ein Fachabitur Fachrichtung Kunst mit einer Dualen Schulischen Ausbildung zum GTA (Gestaltungstechnischer Assistenten).
Darauf hin studierte ich einige Semester Architektur, welche mich nach wie vor sehr fasziniert. Ich lese und sammle auch heute noch Bücher zu dem Thema. Leider merkte ich nach den ersten Semestern, welche sich quasi im Kern noch mit dem reinen Entwurf im Sinne einer Ästhetischen Herangehensweise an die Architektur befassen, dass mir die Berechnungen und Fächer wie Tragwerkslehre die darauf folgten ein bisschen zu viel Mathematik waren. Mathe und ich stehen auf Kriegsfuss und das beziehe ich nicht auf das 1x1. Ich recherchierte und entwickelte eine Mappe mit 30 freien Kreativen Arbeiten um mich damit an der FH Dortmund für ein Kommunikationsdesign Studium zu bewerben. Ich wurde angenommen und fing an zu studieren.
Während des Studiums arbeitete ich als Freelancer für Agenturen, und realisierte viele andere Projekte für Kunden aus ganz unterschiedlichen Bereichen, selbständig. Ausserdem habe ich zwei Magazine konzipiert, gestaltet und deutschlandweit herausgegeben. Ruhrgestalten und Konter.
Zum Endspurt des Studiums 2013 habe ich das Magazin ruhrgestalten vorerst eingestellt. Stattdessen arbeitete ich 18 Monate als Trainee für das Labor b Designbüro in Dortmund. Mit dem erworbenen B.A. habe ich dann 6 Jahre bei der Materna Gruppe in Dortmund innerhalb der Kreativen UNIT und 100%tigen Tochter Materna TMT als Kommunikationsdesigner und später dann als Artdirektor gearbeitet. Ich entwickelte 2018 den englischsprachigen Cityguide KONTER in zwei Ausgaben bis 2020. Ich arbeite gerade an der dritten Ausgabe des Cityguides.
Heute arbeite ich in Teilzeit als Gestalter für BECKDESIGN und realisiere Projekte und Kundenaufträge im Bereich der Konzeption und Gestalterischen Visualisierung von Erscheinungsbildern.

Das ist ziemlich leicht 🙂 Der Fakt das du das hier gerade ließt ist für mich ein Großer Erfolg!

Menschlich gesehen hatte ich einmal mit Depressionen zu kämpfen. Ich bin sehr Stolz auf mich das ich mich da wieder rausgezogen habe und weiter mache.
Meine zwei Kater Nase und Oskar haben mir auf dem Weg sehr geholfen!
Oskar
Nase

Das Ruhrgebiet beeinflusst meine Arbeit in vielen Bereichen.

Ich bin wie man so schön sagt auf Kohle geboren. Ich glaube schon das einen das Umfeld in dem man lebt Beeinflusst deswegen finde ich diese Frage auch unglaublich interessant und stelle sie gerne in Interviews. Reflektiert man seine Methodiken in denen man arbeitet und vergleicht sie mit seinem Umfeld kann man auf die Antwort kommen.
Ja. Das Ruhrgebiet beeinflusst definitiv meine Arbeit. Ich glaube der Pott spiegelt sich in meiner Arbeit in der ich immer versuche etwas zu verbessern und gleichzeitig "real" darzustellen.

Eine ganze Zeitlang war ich in der Mischka Bar in Bochum. Aktuell aufgrund der Corona Schutzverordnung Zuhause.

Mischka Bar Bochum
Oskar-Hoffmann-Straße 17
44789 Bochum

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Die Menschen machen für mich das Ruhrgebiet aus. Hier kannst du den ganzen Tag in einem Cafe sitzen wie z. B. dem Fräulein Coffea um in Ruhe zu arbeiten oder dich davon abhalten lassen..

Florian Kolominski

Florian Kolominski ist Artdirektor und Konzepter mit Sitz im Ruhrgebiet. Der Fokus seiner Arbeit liegt im Bereich der Analogen und Digitalen Visualisierung von Erscheinungsbildern.

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Für mehr Kreative Köpfe,

aus dem Ruhrgebiet!

Sebastian Dietel

©Sabrina Karakatsanis

Sebastian Dietel

Das Ruhrgebiet bot mir die Möglichkeit endlich das zu machen, wofür ich wirklich brannte, Zeichnen und gestalten.

Dieser Schmelztiegel an verschiedenen Städten und Menschen unterschiedlichster Herkunft, schien mir dafür bestens geeignet zu sein, Kontakte zu knüpfen und mit anderen Kreativen einen regen Austausch zu haben.

1990 wurde ich in Bayern geboren und wuchs in Thüringen auf. Zeichnen bereitete mir schon immer große Freude, sich Ideen überlegen und die auf Papier bringen. War und ist etwas das ich den ganzen Tag machen kann, doch lange war das nur eine Nebensache für mich. Nachdem ich mehrere Schulabschlüsse nachgeholt und eine handwerkliche Ausbildung gemacht hatte. Merkte ich, dass das alles nicht das war, was ich wirklich wollte, darum entschied ich mich von meiner alten Heimat wegzuziehen.

Ich entschied mich dafür an der FH Dortmund mein Studium im Bereich Kommunikationsdesign bis zum heutigen Tage zu machen, mir schien dieser Studiengang genau das richtige für meine Ambitionen zu sein. Während des Studiums entdeckte ich für mich, dass Gestalten von Schriften, Logos und das Layouten von Büchern in mir eine große Faszination auslöste. Bei Schriften und Logos ist für mich die Faszination darin, etwas Neues zu erschaffen, was es vorher nicht gab. Zum Beispiel eine Schrift für ein Plakat zu entwerfen ist eine schöne Herausforderung für einen selbst, weil am Ende damit auch der Charakter des Plakates widergespiegelt werden muss.
Auch zu sehen, wenn man ein Logo entwirft, es gut ankommt und es seine Verwendung im Auftreten eines Unternehmens findet, ist immer wieder schön. Ein komplettes Layout für ein Buch bereitet einem mit die größte Freude, denn Stunden und Tage lang sitzt man vor dem Rechner, gestaltet alles durch von A bis Z. Wenn dann am Ende das Endprodukt in den Druck geht, es danach zu einem nach Hause kommt, es zum ersten Mal in den Händen hält und es durch Blättern kann ist eines der schönsten Gefühle.

Das herrausstechendste Projekt war das Fotobuch über den Berg Karabach Konflikt letztes Jahr. Es war sehr interessant sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, aber auch sehr aufwühlend an manchen Stellen.

Ich entwickle und betreue aktuell das visuelle Erscheinungsbild des Musiklabels Junk Town Records.

Ich denke das Ruhrgebiet beeinflusst einen mehr passiv als aktiv.

Ich lebe mittlerweile seit vielen Jahren hier, aber als ich gerade neu hergezogen war, war alles sehr neu und spannend, allein schon das tolle Panorama aus Industrie und urbanen Lebensraum war Anfangs sehr faszinierend.
Heute sind es eher die kleinen Dinge, wie z. B. Gespräche, die spontan mit fremden Leuten entstehen. Die tollen Schriften, Leuchtreklamen, die an Geschäften oder Imbissbuden zu sehen sind. Das eine oder andere Plakat an Werbetafeln, Brückenunterführung oder Flyer, die irgendwo ausliegen. All das gibt neue Ideen für die eigene Arbeit.

Nicht immer, aber so oft es die Zeit zulässt, im Gräfen, das inzwischen das Café heißt, in Duisburg.

Das Cafe ist eine wirklich tolle Kneipe! Die gesamten Wände wurden von dem Designer Eckart Graefen mit riesigen Fotocollagen quasi tapeziert. Außerdem hat der Laden eine wirklich nette Bedienung.

Das Cafe designed by Eckart Graefen
Krummacherstr.14 47051 Duisburg

Für mich machen der stetige Wandel und das noch lange nicht ausgeschöpfte Potenzial das Leben im Ruhrgebiet aus.

Für kreative kann es hier in den nächsten Jahren ein echt toller Ort werden der noch viel Luft nach oben bietet für spannende Projekte. Im Gegensatz zu Tod getretenen Pfaden, wie Berlin. Ich sag nur Mieten zu Mondpreisen und weg Gentrifizieren von Menschen die schon seit Ewigkeiten da leben. Da sind wir hoffentlich noch weit von entfernt im Ruhrgebiet.

Mit

Sebastian Dietel

vernetzen.

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Arnessa Sismann

Arnessa Sisman
Traumgebiet

Stahl, Beton, Techno

In Essen, ein paar Laufminuten vom Rüttenscheider Stern entfernt, befindet sich ein Club der ganz besonderen Art: 1,40 Meter dick sind die Stahlbeton-Wände des Goethebunkers, der nun seit mehr als 5 Jahren für die Essener Nachtschwärmer eine wohl bekannte Adresse ist. Seit über einem halben Jahr liegt die Verantwortung für dieses alte Nachkriegsmonument bei Arnessa Sisman, einer jungen Essenerin, die schon lange vor ihrer Übernahme des Goethebunkers hinter dessen Tresen stand. Und sie hat eine Menge getan, um ihren Bunker in einem zeitlosen Glanz erstrahlen zu lassen. Eine Erfolgsgeschichte mit Schildkröteneiern, Horrorfilm-Ambiente und einer Frau, die gerne Pferde sägt.
Was waren Deine Vorstellungen und Träume, als Du den Bunker übernommen hast?
Ich glaube es gab nicht wirklich die Zeit, um irgendwelche Vorstellungen oder Träume zu haben. Es kam von heute auf morgen, ich musste mich um so vieles kümmern, teilweise habe ich mich wie Asterix gefühlt. Ständig von A nach B rennen, Konzessionen mussten eingeholt, seitenlange Formulare bearbeitet werden. Streichen, alte Fliesen kaputt machen und neue Fliesen verlegen. Das Kaputtmachen hat sehr Spaß gemacht, da konnte ich den ganzen anfallenden Stress ein wenig entladen. Den Putz von den Wänden zu hauen hat eine ganze Woche meines Lebens gekostet und mir nebenbei noch eine Menge Muckis beschert.
Was kann man als Besucher des Goethebunkers erwarten?
Das ist eine schwierige Frage, ich selbst habe mit gar nichts gerechnet, als ich vor vielen Jahren das erste Mal selbst im Bunker war. Es ist definitiv all die Jahre mein Lieblingsladen geblieben, egal wo ich unterwegs war und bin letztendlich immer wieder zum Bunker zurückgekehrt. Ich mag die Leute, die Stammkundschaft und den Laden an sich.
Was ist das für ein Gefühl, wenn Du Deinen Laden aufschließt und das Licht anmachst?
Es kommt auf die Uhrzeit an. Abends ist es manchmal ein bisschen unheimlich, das mag auch definitiv mit der Geschichte zusammenhängen. In der oberen Etage finden sich noch die alten Kommunikationskabinen und der Flur erinnert wirklich original an die Hotelgänge von Stanley Kubricks "Shining".
Gibt es etwas, dass Du anderen Jungunternehmern ans Herz legen würdest?
Nicht zuviel überlegen! Sonst macht man es nicht. Ich bin froh, dass das alles von heute auf morgen passiert ist, sonst hätte ich mich vielleicht gar nicht bereit dafür gefühlt.
Du arbeitest viel bei Nacht. Vermisst Du den Tag?
Ich wusste schon immer, dass ich niemals einen Job haben werde, bei dem ich morgens um acht im Büro sein muss und um fünf Uhr nachmittags Feierabend mache. Es war mir immer wichtig, auch Zeit für die Sachen zu haben, die ich wirklich gerne mache, zum Beispiel nähen und fotografieren. Und selbst wenn ich nur zuhause sitze und an einer Collage bastle ist mir das lieber als ein klassischer Bürojob. Jetzt im Winter vermisse ich den Tag natürlich, selbst das wenige Licht sehe ich momentan eher weniger.
Gibt es im Zusammenhang mit dem Bunker und Deinem Geschäft etwas, worauf Du besonders stolz bist?
Ein Stammkunde hat zu mir gesagt: "Arnesa, Du hast es genau richtig gemacht. Du hast das Gute des Bunkers bewahrt und verbessert, was noch verbesserungswürdig war." Da war ich wirklich stolz! Es sind die Kleinigkeiten, die mir ein gutes Gefühl geben, zum Beispiel wenn ich vor einer Wand stehe und mir sagen kann: "Diese Wand habe ich ganz alleine gestrichen." Und natürlich das Pferd, unsere Projektionsleinwand, die wir mit einer Stichsäge und einigen Mühen selbst ausgeschnitten haben.
Was bewegt Dein Leben privat und was musste seit dem Bunker dafür auf der Strecke bleiben?
Ich mache viel im kreativen Bereich, zum Glück alles Dinge, die ich mir sehr gut frei einteilen kann. Aber ich hätte wirklich gerne mehr Zeit, zum Beispiel für mein Patenkind oder auch zum Reisen.
Wovon träumt eine Arnesa Siman jetzt?
Von Schildkröten. Ich wollte schon immer bei einer Organisation mitwirken, die Schildkröten hilft und ihre Eier an sicheren Stränden einbuddelt. Schildkröten mochte ich irgendwie schon immer. Wenn die keine Lust mehr haben, ziehen die sich einfach in ihren Panzer zurück.
Fotos: Alexandre Kurek
Zur Bunker Website

White Unicorn

White Unicorn
Cosplay

Animiertes Straßentheater

Wir steigen in Bochum Langendreer-West aus der S1 aus. Der Himmel ist bewölkt und wir kommen in eine graue Wohnsiedlung aus mehrstöckigen Zechenhäusern. Hier besuchen wir "White Unicorn", eine 29-jährige Cosplayerin und Veranstaltungskauffrau, die uns verkleidet als "Priscilla die Spinnenkönigin" die Tür öffnet. Jetzt sitzen wir in einer bunt dekorierten Wohnung voller Comics, Animes, Videospiele und Fanartikel. Wir trinken eine warme Tasse marokkanischen Minztee...
Cosplayer ?
Das Wort kommt von Costume Playing.
Woher kommt der Name White Unicorn ?
Ich mag Das letzte Einhorn. Das ist mein Lieblingsfilm, jeder Cosplayer hat einen Spitznamen.
Wie bist du Cosplayerin geworden ?
Schon in meiner Kindheit bin ich gerne zum Fasching gegangen. Jahrelang war ich auf dem Kölner Karneval. Das fand ich auch richtig toll, denn da wurden die Kostüme auch prämiert. Meine erste Verkleidung war Robin Hood, der Fuchs aus dem Anime und seit 2004 bin ich richtig in der Cosplayer-Szene aktiv.
Seht ihr euch als Subkultur ?
Ich seh mich als Nerd, Geek und als Otaku.
Was?
Ein Otaku ist ein Manga Freak, er kennt sich komplett aus in einem Universum,
zum Beispiel bei Dragonball. Das sind Leute, die wissen, was warum und wie auf Seite 5 in Band 18 passiert ist. Kurz gesagt: fanatische Fans. Früher hätte ich mal gesagt, ich bin ein Otaku.
Erzähl mal was über die Kostüme, machst du sie selber ?
Ja ich nähe selbst, ich hab ein- oder zweimal Kostüme fertig gekauft, aber da hat man immer schnell ein schlechtes Gewissen, wenn man Lorbeeren für etwas erntet, was man selbst nicht angefertigt hat. Als Anfänger ist das okay, aber später wird`s peinlich. Im Prinzip mach ich alles selber soweit es geht. Ein Kostüm kostet bei mir im Durchschnitt 150-200 Euro. Es ist schon etwas teurer, da man die Stoffe einzeln kauft, die auch mal bis zu 20 Euro pro Meter kosten können. Dazu noch Schuhe, Perücken, Make up, Accessoirs etc.
Was macht ein Cosplayer ?
Sammeln, sich mit Freunden treffen und Kostüme anfertigen.
Der Lebenslauf eines Cosplayers besteht am Anfang aus vielen Conventions, bis man irgendwann selber Pro ist und dann den Anfängern helfen kann. Ich greife auch öfters Freunden unter die Arme, die noch nicht so viel Erfahrung im Schneidern und Basteln haben. Es geht darum, Sachen die ich schön finde, die ich im normalen Leben nicht anziehen könnte, auf einer anderen Bühne zu präsentieren und Spaß mit gleichgesinnten Leuten zu haben.
Was macht man auf Conventions?
Auf Conventions werden hauptsächlich Fotos gemacht, Fashion Contests,Workshops.
Die DoKumi in Düsseldorf ist ganz vorne mit dabei bei den Conventions in Deutschland. Es gibt keine Covention ohne Contest, sogar bei den einmal im Monat stattfindenden Dojakus im Fritz Henßler Haus in Dortmund.
Bereitest du dich auf Conventions vor ?
Ja sicher, Charakterstudien sind gerade für die Kostümierung nachher enorm wichtig. Ich habe zu allen meinen Figuren, die ich trage, auch das komplettte Hintergrundwissen. Direkt vor den Conventions bereite ich mich vor, indem ich die wichtigsten Posen der Charaktere durchgehe. Die müssen einfach sitzen.
Hast du schon mal einen Contest gewonnen ?
Ich war schon zweimal im Finale, einmal mit Juliet aus dem Yaoi Dating Game und ein weiteres Mal mit Ayanami Rei aus Neon Genisis und mit Son Gohan habe ich eine Wii gewonnen, als der Sender Fox zum Start des Dragonball Films die besten DB Cosplayer gesucht hat. Das hat ganz viel mit dem Niveau des Nähens zu tun, die DCM bewertet die Kostüme nach Qualität und umso bombastischer desto besser.
Siehst du dich in einem Konkurrenzkampf ?
Jein, ich bin ehrgeizig und möchte, wenn ich bei einer Con mitmache, schon gern unter die Top 10 kommen und umso bekannter der Wettbewerb desto üblicher sind die Verdächtigen. Also, man trifft sich immer wieder, aber der sportliche Gedanke steht im Vordergrund.
Wie sieht es mit Trends in der Szene aus ?
Ja, alles was auf RTL 2 als Serie kommt, ist Mainstream und Trend, damit fangen die Leute halt auch an. Dann ist Assasins Creed im Moment überall beliebt, da demnächst das neue Spiel rauskommt.
Wie bist du zu den Figuren Gohan und der Spinnenkönigin gekommen ?
Ich mag diese kindlichen Charaktere. Die sind frisch, lustig und lebensfroh. Vielleicht deshalb, weil ich im realen Leben gar nicht so bin. Das macht einfach Spaß, da kann man verrückt sein, rumrennen, sich auspowern und ich mag Dragon Ball schon immer. Son Gohan als Erwachsener ging schlecht, da ich keine Muskeln habe, außerdem ist der als Kind so putzig. Priscilla kommt vom MOBA (Multiplayer Online Battle Arena) League of Legends und ich wollte der Community mal zeigen, was man für coole Kostüme machen kann.
Hast du allgemein auch Interesse an asiatischer Kultur ?
Ich hab angepeilt nach Japan zu fliegen und auch einen Japanisch Kurs gemacht an der Volkshochschule. Aber ich glaub nicht, dass Japan das Traumland ist wie viele es sich vorstellen. Aber man beschäftigt sich gezwungenermaßen mit der Kultur, denn in den Mangas geht es ja genau darum.
Gibt es etwas, was du den Lesern sagen möchtest ?
Man muss Cosplay ausprobiert haben - wenigstens einmal!
Text: Davide Bierboms
Fotos: Jasper Bastian

Stephan Ruhmann

Stephan Ruhmann

Musik spielte schon immer eine Rolle. Nachdem er früh anfing Akkordeon und Gitarre zu spielen, widmete er sich nach einigen Jahren der elektronischen Musik.

Erst wurde nur aufgelegt, dann fing er aber auch an, selbst Musik zu produzieren. 2017 erschien seine erste EP „ProtoTape“ auf TUMA, welche eine Mischung aus Ambient mit leichten Drum ´n´Bass-Einflüssen ist.

INTERVIEW

Das kann ich selbst garnicht so genau sagen.

STEFAN

Welches Musikgenre bei dem Produzieren angepeilt wird, kann er selbst nicht genau sagen. Wir bewegen uns in einer Fusion zwischen Ambient, Electronica und Techno. Mit der zweiten EP „Benthal & Kosmos“ fing er an, in den Bereich der elektronischen Tanzmusik zu kommen. Weiteres ist geplant. Man darf gespannt sein.

Mehr auf Soundcloud hören!

Mein größter Erfolg bis jetzt ist meine erste EP "ProtoTape"

STEFAN

Erschienen auf dem Dortmunder Label „TUMA“ (http://www.fu-tong.com/tuma/wordpress/)

Die EP besteht aus 4 Tracks und ist insgesamt ca 24 Minuten lang.
Das Label released exclusiv nur auf Kassette. Das Album bewegt sich genremäßig im Ambient-Bereich.

Außerdem wird am 03.05.2018 meine erste Techno-EP auf dem Essener Label Grokenberger erscheinen.

Die EP besteht aus 2 Tracks namens „Benthal“ und „Kosmos“. DIe beiden Tracks sind deeper Techno.

Ich liebe am Ruhrgebiet den schmalen Grad zwischen Industrie und idyllischer Landschaft.
Die kurzen Wege zwischen den Städten und die "Ich-sage-was-ich-denke"-Mentalität der Menschen. Wozu brauche ich Berlin und München wenn ich beides hier habe 😉

Sofern nicht gefeiert wird, wird der Freitag Abend der Musik gewidmet.

Am Wochende treibe ich mich in den Clubs im Pott rum wie z.B. Schumacher in Bochum, Hotel Shanghai in Essen oder Studio in Essen.

Mike A. Rui

Mike Rui

Mike ist im Juni 71′ in Essen geboren, hat zwei Kinder und ein Magister Artium. Heute arbeitet er als selbständiger Kommunikationstrainer und führt mit seinem Partner die Agentur COZWEI COACHING.

Er ist seit 1995 DJ und seit 2009 mit seiner eigenen Partyreihe UNTERTAUCHEN im Essener Technoclub Goethebunker beheimatet. Ausserdem produziert Mike seit 2012 auf seinem eigenen Label GROKENBERG RECORDS. 

INTERVIEW

Untertauchen ist Open Minded Techno im Goethebunker

MIKE

Untertauchen ist eine seit 2009 regelmäßig stattfindende Reihe im Goethebunker. Der musikalische Schwerpunkt liegt auf open minded Techno.

In Bezug auf die Partyreihe, die Reihe selber.

MIKE

Im Bereich der Musikproduktion, die VÖ von GRKBR001 mit dem Stück Houston und Babylon unter dem Pseudonym Quartier Midi zusammen mit Cramp.

Beruflich meine Buchveröffentlichung im April dieses Jahres bei Hanser.

Im Ruhrgebiet laufen viele Typen rum. Das ist gut. Da lernt man Umgang und Anpassung.....

MIKE

Man wird beeinflusst durch den zwischenmenschlichen Umgang, durch die Sprache, durch die Bürokratie, durch Schwellenwerte (was man trotzdem machen kann), durch die Architektur, durch die Landschaft, durch ansässige Kunst usw.

Ich bin jemand der gerne da ist wo er sich auskennt. Aber ich bin kein Lokalpatriot, überhaupt kein Patriot von irgendwas und schon überhaupt kein Fußballfan. Ich finde im Grunde ziemlich viel Scheiße, bin gerne mal borniert und mag es nicht, wenn Menschen sich nicht für irgendetwas wirklich interessieren.

Sprache, Hoffnung, Frust, Tristesse, kontinuierliche Freude auf den Sommer, Offenheit, einzige Provinzmetropole der Welt, Nähe zu den Niederlanden (bester Nachbar, bester Straßenverkehr, netteste Menschen)....

Keine Ahnung. Zuhause bei der Familie meistens oder mal im Bunker eben.

Martin Magielka

Martin Magielka

Das Brand RAP X soll sich wie ein Virus verbreiten, genau daran arbeite ich momentan.

Als Martin Magielka am 27. April 1986 den Streetwear Store Rap X in Bochum gründete, war der Begriff „Streetwear“ noch nicht wirklich geläufig.

RAP X  RAP X  RAP X  RAP X  RAP X 

RAP X  RAP X  RAP X  RAP X  RAP X 

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RAP X  RAP X  RAP X  RAP X  RAP X 

RAP X  RAP X  RAP X  RAP X  RAP X 

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Handgemachte Streetwear Unikate made in Bochum!

Von jeder Serie werden nur einige wenige Produziert es sind also nicht immer alle Größen und Designs vorrätig.