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RHEINSTÄDTE UND IHRE NEUEN HÄFEN – Duisburg

By November 29, 2017 No Comments

Vom Brotkorb zum Neo-Port

Innenhafen Duisburg
Philosophenweg 55D
47051 Duisburg

Wir haben drei Häfen erkundet, die so verschieden sind wie ihre Städte. Alle drei stehen für eine grundsätzliche Neuorientierung und für eine Neubewertung des Rheins. Der große Fluss eint und trennt, versorgt und umschmeichelt, beherrscht und lenkt das Leben in den drei #urbanana-Städten Köln, Düsseldorf und Duisburg. Aber Fluss ist nicht gleich Fluss. Industrien ändern sich, Globalisierungsströme wechseln ihre Läufe und Häfen werden in ihrer Bedeutung als „nachrangig“ eingestuft, so geschehen beim Rheinauhafen in Köln, dem Wirtschaftshafen von Düsseldorf und dem Duisburger Innenhafen. Wie aus ausrangierten, unrentablen Ankerplätzen hochmoderne Wohn-Büro-Gastro-Ports werden können, beweisen die gelungenen Umwandlungen. Allen Unterschieden zum Trotz haben die drei Neu-Häfen eine Gemeinsamkeit: sie sind groß und zentral gelegen.
Der größte Hype wurde um den Medienhafen von Düsseldorf veranstaltet, was vor allem an Frank O. Gehry und seinem Neuen Zollhof lag. Der 1999 fertiggestellte Wackel- und Wellen-Komplex machte das etwa 10 Hektar große Areal schlagartig berühmt. Das lag auch an der Produktivität des kanadisch-amerikanischen Architekten. Um die Jahrtausendwende kam man an seinen Bauten nicht vorbei: „Tanzendes Haus“ in Prag (1996 mit Vlado Milunić), Guggenheim-Museum in Bilbao (1997), DZ Bank in Berlin (2001), Walt Disney Concert Hall in Los Angeles (2003). Der auffällige und ungewöhnliche Neue Zollhof passt zur Düsseldorfer Herangehensweise. Anders als in Köln oder Duisburg betrieb die Landeshauptstadt von NRW keine Flächensanierung, sondern behandelte jedes Grundstück individuell und für künftige Nutzer angepasst. Statt einem städtebaulich-architektonischem Gesamtkonzept trugen renommierte Architekturbüros zum Gesamtbild des Medienhafens bei, darunter David Chipperfield, Joe Coenen, Steven Holl und Claude Vasconi.