OberhausenStadtleben

#NextLevelRuhr – Der Hackathon der Initiative Glückauf Zukunft

By November 8, 2017 No Comments

Der Hackathon für alle!

Mit #NextLevelRuhr – der Hackathon für alle – lädt die RAG-Stiftung am 18. und 19. November zu einem Hackathon ins LVR-Industriemuseum Oberhausen ein, der die Zukunft des Ruhrgebiets zum Thema hat. Beginn ist 10:00 Uhr.
Achtung !!! Begrenzte Plätze !!!

Das Ruhrgebiet wird allgemein noch stark mit der schwindenden Montanindustrie in Verbindung gebracht, die natürlich Bewohner und das Erscheinungsbild der Städte geprägt hat. Daher wird es Zeit für neue Ideen, die der Weiterentwicklung bei uns neue Impulse geben und sie beschleunigen können. Denn gerade bei jungen Leuten hat die Region gegenüber Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München noch das Nachsehen. Für Außenstehende gilt das Ruhrgebiet oft als uncool oder nicht urban genug. Das muss sich ändern. #NextLevelRuhr sucht gemeinsam mit Euch nach Antworten, wie das gelingen kann.

Nicht jedem ist geläufig was ein Hackathon ist. Die Kombination aus den Worten “to hack” und “Marathon” bezeichnete ursprünglich Veranstaltungen zur Entwicklung von neuen Ideen und Lösungen in der IT-Welt. Das Veranstaltungsformat wird aber längst nicht mehr nur durch die Kinder des Silicon Valley zur Ideenfindung genutzt. Auch in anderen Branchen hat man erkannt, dass Hackathons ein gutes Werkzeug sind, um in kurzer Zeit innovative Lösungsansätze zu generieren und ihr Potenzial zu prüfen.

Hier einmal kurz die Fakten zur Teilnahme: Du musst 18 Jahre alt sein, darfst Dich einzeln oder im Team bewerben. Dabei ist es egal aus welchem Bereich Du kommst oder wo Deine Expertisen liegen. Jeder kann mitmachen. Es sollen Ideen entwickelt werden, wie das Ruhrgebiet in den nächsten 10 Jahren für junge Menschen attraktiver und lebenswerter werden kann. Bring Laptop, was zum Schreiben und Deine Teilnahmebestätigung mit. Die 30 Euro Pfand, die Du bei der Anmeldung bezahlst, bekommst Du bei der Registrierung vor Ort erstattet. Und wer Übernachten möchte, packt noch Schlafsack sowie Schlaf- und Waschzeug ein. Für alles andere ist gesorgt. Die recht prominent aufgestellte Jury verleiht den drei Gewinner-Teams Geldpreise im Wert von 5.000 Euro, 2.500 Euro und 1.000 Euro. Viel interessanter klingt allerdings die Aussicht darauf, dass die besten Ideen weiterverfolgt werden. Die Initiatoren und Beteiligten behalten sich also vor, über den Hackathon hinaus in die Ideen der Teams zu investieren. Teams und Tüftler, die bereits an konkreten Ruhrgebiets-Projekten sitzen, haben einen klaren Vorteil, wenn sie sich anmelden. Und schneller kommt man in nächster Zeit nicht dazu, seine Idee vor Entscheidungsträgern aus dem Pott zu pitchen.

Dieser Hackathon ist eines der Projekte der Initiative „Glückauf Zukunft!“, die durch die RAG-Stiftung, die RAG Aktiengesellschaft und die Evonik Industries AG zusammen mit dem Sozialpartner IG BCE ins Leben gerufen wurde. „Glückauf Zukunft!“ will mit dem Ende des Steinkohlenbergbaus dessen prägende Leistungen für das Ruhrgebiet würdigen, aber auch gleichzeitig Antworten auf die Fragen liefern, die sich für die Zukunft der Region stellen. Das 2016 veranstaltete Zukunftsforum in Essen auf Zeche Zollverein und die zuvor veröffentlichte RAG-Stiftung-Zukunftsstudie haben dazu konkrete Hinweise gegeben.

 

Man kann nur hoffen, dass sich der eine oder andere Teilnehmer die Zeit nimmt und sich die Zukunftsstudie zu Gemüte führt. Die formulierten sieben Zukunftsthesen und die Einschätzungen in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Bildung dürften direkte Hilfestellung und Anregung bei der Ideenentwicklung liefern. Das sollte allerdings nicht ohne ein kritisches Auge passieren. So wird im Bereich Politik der Studie die Aufhebung der Stadtstruktur im Ruhrgebiet als Expertenrat formuliert, um die gesamte Region wie eine Metropole zu verwalten. Ein Beispiel dafür sei Tokyo. Dabei haben Megastädte wie Tokyo oder Mexico City mit der schier nicht verwaltbaren Größe ihrer Städte zu kämpfen und deren Experten richten ihren Blick auf die dezentrale Stadtstruktur des Ruhrgebiets, um von uns zu lernen. Die Wahrheit dürfte also irgendwo dazwischen liegen.

 

Unbestreitbar ist jedoch, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben, um unser Zuhause wettbewerbsfähig zu machen. Unser volles Potential als Ballungsraum können wir erst entfalten, wenn wir es nicht nur schaffen, unseren fähigen Nachwuchs zu halten, sondern auch für internationale Kreative und Macher eine attraktive Alternative zu London, Barcelona oder Berlin sind. Mit dem #NextLevelRuhr Hackathon will die RAG-Stiftung Vorschläge zum Wandel und zur Veränderung des Ruhrgebiets, von denjenigen, die es letztendlich betrifft. Und wenn die Veranstaltung guten Ideen dazu verhilft, Unterstützer und Geldgeber zu finden, dann ist das ein großer Schritt nach vorne in Sachen Weiterentwicklung des Ruhrpotts.