BochumKunst & Kultur

Kunstraum unten

By Februar 13, 2017 No Comments

Das Konzept:
Förderung junger Kunst.

Am Anfang stand die Suche nach einem Atelierraum. Das Angebot der Stadt Bochum, ein leer stehendes Ladenlokal zu mieten, war nicht nur finanziell attraktiv. Die Lage im U-Bahnhof „Schauspielhaus“ mitten in Bochum unweit des überregional bekannten Schauspielhauses Bochum gelegen, eine breite Fensterfront und dazu eine große Vitrine, legten schnell nahe nicht nur ein Atelier sondern gleichzeitig einen Ausstellungsraum, einem „Off-Space“ bzw. einem „Artist-Run Space“zu betreiben, wie es ihn in Berlin, Düsseldorf, Köln, Münster und vielleicht noch in Essen gibt. Unetablierte zeitgenössische Kunst soll hier über ein Schaufenster einem Publikum näher gebracht werden, das ansonsten weniger mit Kunst zu tun hat. Vorübergehenden, Betrachtern, und Besuchern werden die vielfältigen Möglichkeiten junger Künstler gezeigt; sie werden animiert die Gedanken um das Dargestellte kreisen zu lassen. Zustimmung ist ebenso willkommen wie Ablehnung. Wichtig ist die Beschäftigung mit den verschiedenen Bereichen der bildenden Kunst außerhalb der „erhabenen Situation“ einer traditionellen Galerie.

Der Betreiber von „kunstraum-unten“ ist der Kunst seit Jahrzehnten eng verbunden. Als aktiver Kunstpädagoge, mit Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf in den 70iger Jahren zur Zeit von J.Beuys, G.Richter, G.Hoehme, K.O.Götz und N.Kricke und eigener künstlerischer Tätigkeit, nahm sich vor, die weit über 30jährige Arbeit mit jungen Menschen im Gymnasium auf konsequente Weise im „kunstraum-unten“ fortzusetzen: Jungen Künstlern, Meisterschülern oder Kunstakademieabsolventen soll geholfen werden, sich in Eigeninitiative und als Produzenten auf den Kunstmarkt zu behaupten, während sich gleichzeitig die eigene künstlerische Arbeit noch entwickeln kann. Die jungen Künstler sollten bereit sein, Ausstellungen zu präsentieren, die auch die Entwicklung der eigenen Arbeit nachvollziehbar machen und nicht nur deren Highlights zeigen. Dabei werden sie alle Abläufe der Ausstellungen wesentlich selbst mitgestalten, manche können auch dem Ateliercharakter des „kunstraum unten“ folgend dort arbeiten.

 

Bei der Auswahl der ausstellenden Künstler stellen weder Aspekte der Verkäuflichkeit, noch Gefälligkeit die Hauptkriterien. Der Initiator hat den unschätzbaren Vorteil, finanziell weitgehend unabhängig zu sein und damit als freier Förderer der Künstler zu agieren. Natürlich soll sich das Projekt finanziell selbst tragen, was durch erfolgreiche Ausstellungen erreichen werden soll. Malerei, Grafik, Plastik und Skulptur, Video und Digitale Kunst: alles wird möglich sein, einzige Kriterien sind Originalität und Qualität. Zudem sollten es meist junge, noch nicht etablierte Künstler und Kunststudenten sein.

Es gibt so weit wie möglich keine klassische Kuratierung und Jurierung. Die Künstler werden nicht am Gängelband eines dominierenden Galeristen geführt, der hauptsächlich auf den Profit achten muss, weil er von seiner Galerie lebt. Die Künstler können sich frei in und mit dem Raum bewegen.

Kunstraum unten

Hattinger Str.1 – 44789 Bochum

Zwischenebene der U-Bahnstation „Schauspielhaus“

Öffnungszeiten:

Di und Fr 15:30 – 18:30
und nach Vereinbarung

 

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