DortmundRuhrgestaltenTipps & Interviews

Hallo : Jonas Eickhoff

By Februar 15, 2017 No Comments

ELECTRONIC BODY MUSIC. ORDNUNG IN UND ALS BEWEGUNG.

Electronic – Body – Music. Ordnung in und als Bewegung.

18.02.2017, Podiumsdiskussion von 15.30 – 22.30 Uhr;

hosted by: Oma Doris Tanzt – Clubnacht

Fotos von Jasper Walter Bastian

Jonas Eickhoff studiert Soziologie, Ethnologie und Europäische Ethnologie in Münster, arbeitet für das Institut für Soziologie Münster sowie für den Hartware MedienKunstVerein in Dortmund. Derzeitig lebt er zwischen Dortmund und Münster, ergo zwischen dem Ruhrgebiet und dem Münsterland.

Was verbindet Dich mit elektronischer Musik?
Mich verbinden z.B. meine Musikhörvorlieben mit elektronischer Musik im weiteren Sinne (s.u.). Das teile ich mit recht vielen meiner Freunde.

Was fördert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit elektronischer Musik zu Tage und was sind die bisher interessantesten Erkenntnis für Dich?
Ich interessiere mich weniger für die (musik-)wissenschaftliche Auseinandersetzung mit elektronischer Musik selbst, als vielmehr für die sozialwissenschaftliche Perspektive auf das Feld der elektronischen (Tanz-)Musik. Das spiegelt sich auch in der von mir organisierten, öffentlichen Podiumsdiskussionsveranstaltung wieder. In diesem Rahmen ist meine „interessanteste Erkenntnis“: Das Feld der elektronischen (Tanz-)Musik bietet sich (noch immer) paradigmatisch an, um in ihm Phänomene einer Gegenwartsgesellschaft analytisch zu beobachten, um daraufhin möglichst adäquate bzw. viable Beschreibungen praktisch erfahrbarer Wirklichkeit(-en) leisten zu können – hier als weites „Stichwort“: Formen der Vergesellschaftung bzw. Vergemeinschaftung.

Bei der großen Bandbreite an elektronischer Musik: welche Genres und Subgenres interessieren Dich persönlich und welche kannst Du partout nicht hören?
Die Frage nach Lieblingsgenres in der elektronischen Musik ist sehr schwierig zu beantworten, was mitunter an der von Euch angesprochenen großen Bandbreite, an der vernetzten Geschichte elektronischer Musik liegt. Vielleicht als Versuch einer Antwort auf den ersten Teil der Frage: Von Elektroakustischer Musik und Noise über Electronic Body Music und Techno bis hin zu aktuellen (Re-)Interpretationen. Ich mag auch Musik, welche nicht als elektronische Musik kategorisiert wird. Wie gesagt, eine Antwort auf diese Frage fällt mir sehr schwer, ich fühle mich mit meiner jetzigen Antwort auch eher unwohl. Es ist u.a. in Frage zu stellen, ob die von mir verwendeten Genrebegriffe typisch anschlussfähig sind. Auf den zweiten Teil der Frage antworte ich nicht nur, aber auch „diplomatisch“ nicht.

Unter dem Motto „Hörsaal im Clubraum“ soll die PODIUMSDISKUSSION „Electronic Body Music. Ordnung in und als Bewegung.“ nun den Dialog anbieten. Der Organisator Jonas Eickhoff hat dafür namhafte Vertreter aus Wissenschaft und Popkultur zur Teilnahme begeistern können. Eingeladen sind Prof. Dr. Stefan Selke, PD Dr. Jochen Bonz, Timor Kaul, Dr. Malte Friedrich, Dr. Jan-Michael Kühn und Christine Preiser. Im Zentrum der Diskussion stehen die Spannungsfelder um und in der Szene elektronischer Tanzmusik.

Der Abend wird musikalisch eingerahmt durch durch die Wiener DJs Florian Stöffelbauer und SIMON HEIDEMANN, sowie durch Ron van de Kerkhof und Peter Marx. Damit es nicht bei der Theorie bleibt findet im Anschluss eine CLUBNACHT mit dem Lofi-Houser Mall Grab, Jan Schulte vom Salon des Amateurs, Clifford von dublab.de und Fonkydan statt.

Gestaltung von Julien Ted Riganti

Goldkante
Next Post