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Hallo : Kai Suffa-Friedel

By September 26, 2017 No Comments

Ich wollte schon immer
eine Party namens LOL

Keinen halbherzigen Scheiss,
nur um das Ding am Laufen zu halten

Den Goethebunker gab es schon lang bevor Kai mit seiner Party Flatfield dort eingekehrt ist.
Casio, der ehemalige Betreiber des Goethebunker brauchte damals eine Veranstaltung  für einen alle zwei Monate zur Verfügung stehenden Event-Slot, als ein Freund Kai vorschlug, diese Lücke auszufüllen. Kai mochte das Image des Clubs und so  ist er gern vom mittlerweile nicht mehr existierenden Goldclub in sein neues „Zuhause“ umgezogen.

Der Gedanke zu Flatfield war es, eine Party mit Indie-Rock zu kreieren, gemischt mit ein wenig Old-School Punk, Wave und Gothic. Parties dieser Art gab es zwar schon, aber die waren eher auf die Hardcorefraktion der Patchouli-Goth-Szene ausgerichtet. Kai wollte zwar die musikalische Haltung und Energie, aber in einer Kulisse, die Menschen mit einem generellen Interesse an guter Musik und dem Willen, zu allen möglichen Spielarten des Rock zu feiern ansprechen würde.

2012 hat er damit begonnen zu jedem Termin, Bands, die er selbst mochte, einzuladen. Im selben Jahr hat er die alle zwei Wochen stattfindende Partyreihe LOL aus der Taufe gehoben, aber dazu kommen wir später…

Nach fünf Jahren hat Kai das Konzept „Flatfield als regelmäßiges Event“ aufgegeben. Ihm wurde klar, dass er begonnen hatte Bands zu buchen, die vor allem ein Kompromiss waren, um den Massengeschmack zu bedienen und die ihm selbst so gar nichts mehr sagten. Deshalb wurde Flatfield zum Joker, den er gelegentlich aus dem Hut zaubert, wenn ihm eine Band wirklich gefällt und diese eh grad in der Nähe ist.

LOL funktioniert völlig anders.
Kai und Conny, Techniker im Göthebunker, hingen im Park ab, als Conny die Idee zu einer 120minütigen Tanzveranstaltung kam. Kai war sofort angetan vom Gedanken an eine Party, bei der er einfach das gesamte Spektrum seines eigenen musikalischen Kosmos auflegen könnte. Das Konzept ist ganz einfach: Jeden zweiten Dienstag wird um 21 Uhr geöffnet. Ohne Musik. Um 22 Uhr startet der Countdown – dann gibt es für 120 Minuten Kais Favourites und um 00 Uhr ist Feierabend. Musik aus. Club schließt. Ab nach Hause. 24 Stunden vor Beginn der Veranstaltung können die Partybesucher ihren Lieblingsschnaps auswählen, den es dann von 21-22 Uhr für Noppes gibt (solange der Vorrat reicht). Aber es war wahrscheinlich weniger der Gratisschnaps, als vielmehr die Möglichkeit unter der Woche Tanzen zu gehen, die LOL zu einem so großen Erfolg gemacht hat. Die Idee war tatsächlich sogar so gut, dass so einiges nachkam. Auf Tour mit der LOL, Buchungen von anderen Clubs und natürlich einige Trittbrettfahrer.

Neben den regelmäßigen LOLs und Special Events mit einem etwas extraordinäreren musikalischen Programm, verfolgt Kai eine eigene Musikkarriere mit seiner Band Chai Kat. Die lassen sich beschreiben als vom Wave geküsste Indie-Pop Band, mit großen Sympathien für die 80er und einer Vorliebe für synthetisch generierte Melodeien.  Chai Kat arbeiten momentan an ihrem Debut-Album und tüfteln bereits an einigen neuen Songs.