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Frederik Schreiber aka. Schlakks

By Juli 17, 2018 No Comments

Schlakks aus Dortmund bahnt sich bereits seit einigen Jahren seinen Weg durch die musikalische Landschaft der Republik und ist dabei vor allem als Live-MC bekannt.

Gemeinsam mit seinen Kompanions OPEK und Razzmatazz hat er in den letzten Jahren unzählige Festivalbühnen und Clubs abgerissen. Mit „Indirekte Beleuchtung“ erscheint am 7. September der dritte Longplayer des Rappers, und das erste in alleiniger Zusammenarbeit OPEK und Razzmatazz entstandene Album.

Auf den 18 Tracks ihres gemeinsamen Albums „Indirekte Beleuchtung“ präsentiert das Trio einen offenen und warmen Sound, der ganz viel Live-Flair auf Platte presst und klassisches Sampling mit Live-Instrumentalisierung verbindet. Mal laid back und verjazzt, mal nach vorne gehend. Mal den Funk im Gepäck, mal ein Ausflug in die basslastige Musik. Sound zum Aufspringen – und sich Fallenlassen, irgendwo zwischen Old-School und 2018.

Inhaltlich zeigt sich „Indirekte Beleuchtung“ vielseitig und unangepasst. Auf über 60 Minuten huldigt Schlakks der Subkultur ebenso wie der gepflegten Ekstase, und lässt darüber hinaus Raum für politische und gesellschaftliche Unordnungen sowie die persönliche Reflexion der Dinge. So findet man sich nach ausgiebiger Feierei im nächsten Track im Nachtzug wieder und sieht Licht und Schatten der Welt an sich vorbeiziehen. Dabei sieht Schlakks seine Umwelt nie schwarz-weiß, sondern wirft ein diffuses Spotlight auf Zusammenhänge, Ideen und Emotionen. Das Ergebnis: Rap ohne Männlichkeitswahn und ohne Grenzen, der zwischen den Welten schwimmt und doch ganz genau weiß, wo er hingehört. Vielleicht das persönlichste Album, das im Club laufen könnte.