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Das Schön in Essen Rüttenscheid

By November 1, 2017 No Comments

Die moderne Brasserie

Adresse:
Das Schön
Rüttenscheider Straße 199
45131 Essen

 

Küche

Mo. – Do. 12.00 – 22.00
Fr. 12.00 – 23.00
Sa. 12.00 – 23.00
So. 14.00 – 20.00

 

Wer ein klassisches Konzept wirklich neu interpretiert, der muss häufig mehr tun, mit den richtigen Menschen zusammentreffen und mit ihnen kreativer werden. Dies erfordert manchmal viel Zeit, die richtigen Partner und eine Idee, die mit Leidenschaft verfolgt wird.

Die beiden Gastronomen Christian Bickelbacher und Tobias Fries waren in Rüttenscheid lange auf der Suche, um ihr neues Konzept im gastronomischen Herzen Essens zu verwirklichen. Die Location wurde gefunden. Auf der Rü 199 (das ehemalige »Eigelstein«). Die Idee: eine klassische Brasserie – großzügig, lichtdurchflutet und lebendig. Kurz: Schön sollte es sein! Genauer: Das Schön.

Eigentlich ist die Brasserie ein modernes Konzept. Sie entstand erst in der Gründerzeit in der Region Elsaß-Lothringen. Mit ihrem Konzept neben dem Ausschank auch eine deftige und volkstümliche Küche anzubieten, war die Brasserie bereits damals schon so beliebt, dass sie klassische Restaurants, Kneipen oder Cafés ein Stück weit verdrängte. Vor allem Bohemiens, Literaten und Künstler liebten ihre Brasserie. Schließlich verbrachten sie häufig den ganzen Tag dort. Berühmte Bilder und wichtige Werke der modernen Weltliteratur, die in einer Brasserie entstanden sind, gehören heute zum Kulturgut. Doch jedes Konzept hat, wenn es übertragen wird, ein eigene Interpretation: Die Interpretation einer Brasserie hierzulande war eher die, einer Hausbrauerei, in manchen Orten sogar einer Bierakademie.

»Das Schön« möchte hier genau ansetzen und eine zeitgemäße Interpretation und Weiterentwicklung der europäischen bürgerlichen Küche anbieten: bodenständig und doch gehoben, traditionell und doch anders. Konkret zeigt sich das in den Gerichten. Als Tipp der Redaktion hat die Burrata als Vorspeise auf Anhieb überzeugen können. Die Burrata wurde mit Ochsenherztomate, grünem Spargel zusammen mit einem alten Balsamico kredenzt. Sehr zu empfehlen und quasi die zwei Lieblinge der Redaktion: »Schaufelbug Sous Vide« – Blumenkohlpüree, Mojo Verde und Karamell-Lauchzwiebeln sowie der »Tagesfisch« zusammen mit gegrillten Artischocken, Cassoulet von weißen Bohnen und Sucuk, mit Salbeibutter.

Der Chefkoch Andrew-John Hotz, hat sein Credo so formuliert: »Sich einfach auf das zu konzentrieren, was man zuhause für seine Familie und Freunde gerne kochen würde und das nach Möglichkeit perfekt!« Dabei hilft der Josper Ofen als Kernstück der »Schönschen« Küche mit extrem hoher Arbeitstemperatur garantierte Zartheit und besonders intensiven Röstaromen die Gerichte zu verfeinern, egal ob vegan, vegetarisch oder klassisch. Dazu finden sich auf der Karte kreativ interpretierte Klassiker wie Tafelspitz, Gulasch, Hochrippe, Bratwurst oder Forelle.

Unterstützt wird die moderne gutbürgerlich Küche insbesondere durch das innovative Interieur: Helle Holz-Töne mit leicht blauen Nuancen, ein dezenter Einsatz von Messingleisten zusammen mit warmen Spiegeln und spanischen Kacheln bestimmen das Ambiente. Sowohl an der Bar mit seinen gegenüber stehende Hochtischen als auch der Cafébereich und die klassischen Esstische trennen intelligent den großen Raum in separate Bereiche ohne die Atmosphäre zu beeinträchtigen. Ob Geschäftsmeeting mit Mittagstisch, Café mit der Familie & Freunden oder Rendezvous – jeder findet den passenden Platz.

Apropos: Fünf im Wochenangebot wechselnde Mittagsgerichte, Frühstück, sonntägliches Brunchbuffet und die umfangreiche Abendkarte runden das Angebot für den ganzen Tag ab und werden »Das Schön« wohl bald zum populären Treffpunkt machen. Ist halt schön.

Quellen:
Text: OFFGUIDE
Bild: Das Schön